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Zur Offlinger Geschichte

Das Dorf Offling wird zum Erstenmal im Jahr 1120 erwähnt. Es werden die Namen Sigibrecht de Offilingin, Engilscalch de Offilingin sowie Eberhart de Offilingin überliefert. 1160 wird Diemar de Offilingin und Erchengerus de Offilingin genannt. 1281 kennt man Fridericus Strabo de Ofling (strabo=schielend ). 1347 wird Diemut de Offling genannt. Der Ortsname soll auf den Personennamen Offilo Bezug nehmen, der noch im 12. Jahrhundert üblich war. Im Urbar des Klosters Baumburg von 1245 werden mit einer curia terciam partem ( ¾ eines Hofes ) auch drei Huben ( Schneider ) und 10 Lehen erwähnt. 1781 werden die dem Kloster Baumburg gehörenden Anwesen mit ihrem Hoffuß aufgeführt: 1/12 Binder, 1/8 Fürsten, 1/8 Stadler, ¼ Heisterer, 1/8 Michl, 1/8 Baumann, 1/16 Tischler, 1/32 Fischerhänsel oder Häuslmann, 1/16 Wagner oder Perndl und 1/8 Schuester als direkte Hofmarksuntertanen, ¾ Mayr und ¼ Aindl als im Landgericht Traunstein gelegen. Von jedem Hof gehörte der Drittelzehent der Pfarrei, der Zweidrittelzehent war Lehen der Törringer. Offling gehörte seit jeher zur Pfarrei St. Georgen, jedoch seit 2016 zur Pfarrei Baumburg. ( Quelle: Altenmarkter Heimatbuch. ) Interessantes aus den frühen Zeiten finden sich hier in den bayrischen Staatsarchiven.

Salzwege:

Die Augsburgerstraß, Hochstraß oder Hohe Straß, Mitterstraß, d.h. Mittlere Salzstraße, nach Salzburg: Sie verlief teilweise auf der gleichen Trasse wie heute die B 304. Sie kam über die Maulfurt (Saaldorf) aus dem Salzburger Becken und ging über Freilassing, bzw. vom Reichen Hall über Piding - Ainring - Petting nach Waging, von dort über Brünning - Nock nach Altenmarkt, wo die Alz am Auberghang oder in der Laufenau überquert wurde, oder über Otting - Pierling - Anning zur Steinerfurt (Traun), schließlich über Offling zur Bruck (Niesgau/Höllthal), von dort entweder über Rupertsdorf - Rabenden oder über Eglhart nach Neustadl und Obing.

Um 700 n. Chr. (auch die Rodungszeit genannt): Aus dieser Periode stammen die meisten -ham-Orte, während die -ing-Orte in der Regel älter sind.

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Offling um 1814  ( zum vergrößern auf das Bild klicken)


Eine Flurkarte von 1812 - leider etwas unscharf


Das Baumann Anwesen erscheint 1658 im Stiftbuch von Baumburg (zuletzt Fam. Stöffl)


Das "Frank-Häusl" am südlichen Dorfrand
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Der alte "Fürsthof" wird 1658  mit Namen von Hanns Prugger genannt.Der Name Pruckhner erscheint allerdings bereits  1494. 1871 wird das "Fürstengütl" mit 1/8-Hoffuß(1/2 Lehen) zum Kloster Baumburg aufgeführt. 1968 erwarb Heinrich und Gertrud Münster das Anwesen. Ein Jahr später wurde es zwischen den Familien Seifert und Münster aufgeteilt. Inzwischen ist das Wohnhaus im Besitz der Familie Krutzlinger, die ehem. Stallungen und das "Gesindehaus"sind im Besitz der Familie Rockel und Heinrich Münster jun.
Am linken Bildrand steht das ehemalige Gebäude von Franz & Maria Georg (jetzt Wurm) in der rechten Bildhälfte das Baumann-Anwesen (jetzt Stöffl).

Hier eine Flurkarte von 1959 mit dem Weiler Zainach gegenüber der Alz.

Im Gedenken an die Verstorbenen von Offling

Josef Seifert
*04.05.1908 / +18.04.1979

Josef Antl
"Stadlervater"
*12.06.1898 / +07.02.1987


Josef Georg
"Aindlvater"
*04.03.1901 / +17.02.1988


Josef Schuhbeck
"Fürst von Offling"
*15.08.1924 / +22.01.1992

Ludwig Stöffl 
"Baumann"
*23.12.1908 / +05.09.1994
  Erich Seifert
*31.05.1944 / +29.04.1997


Theresia Schuhbeck
"Fürstin"
*09.09.1926 / +04.12.2005

Maria Georg
*14.01.1917 / +02.06.2006

Theresia Kollmann 
*22.09.1924 / +10.11.2006
 
Christine Schuhbeck 
*15.01.1968 / +15.12.2005
 
Heinrich Münster 
*24.04.1917 / +10.05.2010
 
Gertrud Münster
*17.05.1921 / +08.02.2011
 
Ludwig Lex
*08.06.1939 / +20.05.2014
 
Maria Kollmann 
*18.05.1922 / +04.06.2014


Walter Lingl
*19.11.1936 / +14.05.2015


Anna Stöffl
"Baumann Anni"
*18.03.1935 / +15.04.2018

 
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